Mike Cornick “Christmas Favourites”

** Werbung wegen Markennennung **

Hallo Ihr Lieben,

gestern kam ein Paket mit den Herbst-Neuerscheinungen von Universal Edition und ich habe mir gleich das Heft von Mike Cornick geschnappt, um es mir genauer anzusehen – Weihnachten ist nicht mehr weit.   😉   Seit Tagen arbeite ich bereits an einem Artikel ĂŒber den ersten Band seiner neuen Klavierschule und “Christmas Favourites” ergĂ€nzt die beiden zusĂ€tzlichen Piano Repertoire-Hefte, die bereits erschienen sind. Deshalb ist wahrscheinlich meine Wahl direkt auf dieses Exemplar gefallen. Als Schwierigkeitsgrad wurde hier Level 2 angegeben und die Sammlung ist fĂŒr AnfĂ€nger und Wiedereinsteiger gedacht, die das zweite Heft der Klavierschule “Piano Coach” erfolgreich absolviert haben. Pianistinnen und Pianisten mit mittleren technische Kenntnissen sind natĂŒrlich ebenfalls angesprochen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin sehr positiv ĂŒberrascht! Sowohl von der Auswahl der StĂŒcke als auch von den schönen Bearbeitungen!

Insgesamt 15 weihnachtliche Titel hat Mike Cornick ausgewĂ€hlt. Einen davon (“Away in a Manger”.) finden wir sogar in zwei Versionen. Die gesamte Ausgabe ist 48 Seiten dick, wobei ganze 25 Seiten den dreisprachigen (englisch – deutsch – französisch) Informationen  zu den StĂŒcken “zum Opfer fallen”. 14,95 Euro kosten die “Christmas Favourites” und hier geht es zur Vorstellung des Heftes auf der Homepage des Verlages. Es gibt fĂŒnf Hörbeispiele, von denen zwei Titel Play-Along-Aufnahmen sind und sowohl mit als auch ohne den Klavierpart (also zum Mitspielen) aufgenommen sind. Von einem StĂŒck ist die Klavier-Solo-Aufnahme zu hören. Die Play-Along-Begleitungen sind sicher Geschmackssache. Mich wundert die kleine Auswahl der Hörbeispiele. Ich hatte kurz den Gedanken, dass wohl fĂŒr mehr die Zeit nicht gereicht hat.

Die Zusammenstellung der StĂŒcke im Heft ist, meiner Meinung nach, sehr gelungen. Ich hatte bei keinem StĂŒck das GefĂŒhl, dass es langweilig oder ĂŒberflĂŒssig ist. Die Arrangements sind in verschiedenen Stilen gesetzt. “Banale” rein akkordische Begleitungen findet man hier nicht. Was natĂŒrlich den Nachteil hat, dass der Einsatz des Pedals nicht einfach ist. Man muss sehr oft wechseln, wenn man es benutzen will. Oft auf jedem Pulsschlag. Mike Cornick hat das Pedal nur fĂŒr drei StĂŒcke im Heft empfohlen. Ausgerechnet bei “O du Fröhliche” hĂ€tte ich es nicht verwendet. Die anfĂ€nglichen regelmĂ€ĂŸigen Pausen in der linken Hand sind schon sehr reizvoll und kĂ€men mit Pedal nicht mehr ganz so gut zur Geltung. Wann der Lernende hier das Pedal allerdings wechseln soll, ist nicht notiert. Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung fĂŒr den Pianisten.

Die StĂŒcke sind entweder ein- oder zweiseitig und man muss nicht blĂ€ttern. Auf jeder Seite finden sich drei, vier oder fĂŒnf Notensysteme. Bei drei Zeilen auf einer Seite sieht das schon ein wenig seltsam aus. Bis zu 6 Zentimeter Abstand finden wir dann zwischen den Systemen. Ansonsten ist das Notenbild sehr angenehm zu lesen. Mike Cornick hat darauf geachtet, alle nötigen FingersĂ€tze einzutragen. Ich stutze wieder bei einigen Bögen. Wobei ich mir eigentlich nie sicher bin, ob der Komponist bzw. hier der Arrangeur möchte, dass man zwischen den Bögen absetzt. Sicher hat das bei einigen StĂŒcken etwas reizvolles, ich spiele dennoch tendenziell fast immer legato. Schließlich haben die Lieder einen Text, den ich nicht durch zu hĂ€ufiges Atmen unterbrechen wĂŒrde.

Thema Text! Die Strophen zu allen Liedern sind notiert und ein paar interessante SĂ€tze sind jeweils zu den StĂŒcken zu finden. Auf Illustrationen wurde vollstĂ€ndig verzichtet, was ich schade finde, lockern doch ein paar Bilder (besonders in einem Weihnachtsheft) so einen Notenband erheblich auf. Über die HĂ€lfte der Seiten sind, wie bereits erwĂ€hnt, durch Texte gefĂŒllt. Optisch ist das Heft also keine “Augenweide”, aber das Konzept sind StĂŒcke und Informationen – und das eben leider in drei Sprachen.

DafĂŒr ĂŒberzeugt mich dieser Repertoire-Band durch den Inhalt. Sehr schöne StĂŒcke, von denen die ersten nach vielleicht ein bis zwei Jahren Unterricht bereits gelernt werden können. “Little Jesus, Sweetly” & “Joy to the World” gehört dazu. Die StĂŒcke werden besonders Klavierspielern gefallen, die gern klassische Musik hören. Jedenfalls erfĂŒllen sie diese musikalische AnsprĂŒche. Mein LieblingsstĂŒck ist ĂŒbrigens “Ich steh an deiner Krippe hier”. 🙂

Vielen Dank an den Universal Edition fĂŒr dieses und die anderen Hefte! Ich bin gespannt, was ich noch so alles entdecken darf!

 

Eure Sandra

Anzeige
Zum Shop von ZauberKlavier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert